Sonntag, 25. Juni 2017
Notruf: 112

Im alltäglichen Leben eine Selbstverständlichkeit, wer eine Leistung in Anspruch nimmt der muss auch entsprechend dafür aufkommen. So einfach, wie viele denken, ist das auf die Feuerwehr nicht zu übertragen, die entstehenden Kosten für einen Einsatz sind deutlich komplexer geregelt, ein wenig Klarheit soll der folgende Artikeln bringen. Jede Kommune, in unserem Fall die Stadt Beelitz erhebt eine Kostensatzung, diese regelt, welche Leistung der Feuerwehr wie entlohnt werden. Einzusehen ist diese im Ordnungsamt oder auf deren Internetpräsenz. Aber welche Kosten kommen nun auf mich zu, wenn es brennt? Ganz einfach KEINE! Jeder Bürger zahlt Steuern. Mit diesen Steuergeldern hat die Kommune die Pflicht, eine Leistungsstarke und den Örtlichkeiten angepasste Feuerwehr zu unterhalten. Wenn es also brennt kommen auf den Bürger keine Kosten zu. Zu jeder Regel gibt es allerdings eine Ausnahme, so auch hier: Kostenpflichtig sind alle Fahrzeugbrände, welche aber durch die entsprechende Haftpflichtversicherung des Fahrzeughalters abgedeckt sind. Ebenfalls Kostenpflichtig sind bösartige Fehlalarmierungen, sollte zu einer bösartigen Fehlalarmierung der Verursacher ermittelt werden, so trägt dieser die Kosten, gleiches gilt auch für Brandstiftungen. Brandeinsätze bei denen der Anrufende sich nicht sicher ist, ob es einen Brand gibt oder der Einsatz einer Feuerwehr gerechtfertigt ist, sind selbstverständlich Kostenfrei. Es ist sinnvoller einen möglichen Einsatz einmal häufiger zu kontrollieren und Entwarnung zu geben, als es zu ignorieren und zu warten, bis es außer Kontrolle gerät. Anders sind die technischen Hilfeleistungen geregelt. Hilfeleistungen sind nicht das eigentliche Hauptaufgabengebiet der Feuerwehr, eher ein Aufgabe, der wir uns zusätzlich, aber gern stellen. Hier kommt es vor, dass die Kommune zum Einsatz einen Kostenbescheid erhebt und den Leistungsnehmer auffordert, für die entgegengenommen Dienstleistung aufzukommen. Grundsätzlich sind fast alle Hilfeleistungen durch entsprechende Versicherungen abgedeckt, solange die Einschätzung der Feuerwehr „Gefahr in Verzug“ entspricht. Ein typisches Beispiel ist der Verkehrsunfall. Eine Person die in einem Fahrzeug eingeklemmt ist, braucht selbstverständlich schnelle und fachgerechte Hilfe. Da es sich hier um eine Hilfeleistung handelt, stellt die Kommune eine Rechnung. Diese Rechnung wird grundsätzlich durch die Haftpflichtversicherung des Fahrzeuges beglichen. Ähnlich verhält sich auch für Bäume, die auf Wohnanlagen zu stürzen drohen. Hier kann die Leistung, der abgeschlossenen Hausratsversicherung in Anspruch genommen werden. Die Katze auf den Baum dagegen, ist ein typisches Beispiel, was nicht in den Aufgabenbereich der Feuerwehr fällt. Ein Katze die einem Baum hinauf geklettert ist, kommt auch von alleine wieder hinunter. Klar die Feuerwehr kann mit entsprechender Technik nachhelfen, dies aber nicht die urst eigene Aufgabe der Feuerwehr.

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